Barfen und Hunde: Gibt es Unterschiede bei Hunderassen?

BARF ist in aller Munde. Immer mehr Hundebesitzer stellen auf Rohfütterung oder kurz „B.A.R.F.“ um. Die Abkürzung steht für „Biologisch Artgerechtes Rohfutter“ und imitiert die Ernährungsweise des Hundes in freier Wildbahn. Denn früher fraßen Hunde kein Getreide, was heute meist den Hauptbestandteil von Fertigfutter ausmacht.

barf dogs

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Sie fraßen Fleisch, Knochen, Innereien und ein wenig Gemüse, was noch im Magen des Beutetiers vorhanden war. Die Nahrung war weder abgekocht noch anders weiterverarbeitet.

Der Wechsel zu BARF wird insofern auch erleichtert, da immer mehr Hersteller fertige Mischungen anbieten und damit der Aufwand, Fleisch und Knochen selber zu besorgen, wegfällt. Das Argument, dass BARF zu umständlich sei, ist damit auch nicht mehr so tragfähig.

Doch ist BARF für alle Hunderassen geeignet? Gibt es Unterschiede? In der Regel ist BARF-Futter für jeden gesunden Hund, egal ob Welpe oder erwachsener Hund das richtige. Es kann passieren, dass einige Fleischsorten bei der ein oder anderen Rasse besser ankommen. Letztlich können dies aber auch individuelle Unterschiede sein.

Wichtig ist am Anfang, verschiedene Fleischquellen auszuprobieren und zu schauen, was Ihrem Vierbeiner am besten bekommt. Manche Rassen nehmen schneller zu, andere wiederum haben einen höheren Aktivitätsdrang. Wichtig ist, dass Sie die individuellen Bedürfnisse berücksichtigen. Das betrifft auch die Berechnung der Futtermenge. Sie errechnet sich aus dem Körpergewicht des Hundes und die tägliche Menge sollte bei 2 bis 5 Prozent liegen. Beobachten Sie am Anfang Ihren Hund genau: Nimmt er zu, dann verringern Sie die Futtermenge, nimmt er ab, dann erhöhen Sie sie etwas. Ideal ist es, dass Ihr Hund sein normales Gewicht hält.

Ist Ihr Hund krank oder altersschwach, dann sollten Sie eine Umstellung auf BARF etwas langsamer angehen. In der Sache ist es aber möglich und kann gewisse Krankheitsbilder auch verbessern.

Was sind weitere Regeln? Wichtig ist Ausgewogenheit der Fleischquellen. Wechseln Sie die Sorten häufiger. Gute geeignet sind Rind, Geflügel, Ren oder auch Elche. Auch Fisch können Sie ergänzen. Der Hauptanteil sollte aus rohem Fleisch, rohen Knochen und Knorpel bestehen und bei etwa 90 bis 96 Prozent liegen. Der Rest sind Gemüse, Obst und Öle.

Als Knochen sind fleischige Knochen oder auch Rippenknochen beispielsweise vom Rind passend. Infrage kommen auch Geflügelrücken, -Hälse oder –Flügel. Sehr wichtig ist, dass Sie Knochen nie erwärmen oder kochen. Das Knochenmaterial erhärtet durch die Hitze. Beim Fressen können sie dann zersplittern und dem Hund Schaden zufügen.